12. August 2026 · 7 Min. Lesezeit

Lohnt sich eine Wärmepumpe im Altbau?

Wann eine Wärmepumpe im Altbau funktioniert, welche Vorlauftemperaturen nötig sind und wann eine Teilsanierung vorher sinnvoll ist.

Lohnt sich eine Wärmepumpe im Altbau?

Der Mythos hält sich hartnäckig: Wärmepumpen seien nur etwas für Neubauten mit Fußbodenheizung. In der Praxis stehen die meisten unserer Anlagen in Häusern aus den 60ern bis 90ern.

Die entscheidende Größe: Vorlauftemperatur

Jede Heizung liefert Wasser mit einer bestimmten Temperatur an die Heizflächen. Je niedriger diese Temperatur, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Heizkörper im Altbau brauchen an sehr kalten Tagen 55 bis 65 °C, an normalen Wintertagen deutlich weniger. Die Panasonic R290 Serie liefert bis 75 °C und deckt damit auch die kalten Tage ab.

Der 55-Grad-Test

Begrenzen Sie im Winter den Vorlauf Ihrer alten Heizung auf 55 °C. Wird das Haus warm, ist es wärmepumpentauglich. Kalte Räume zeigen, wo ein Heizkörper getauscht werden sollte.

Wann eine Teilsanierung vorher sinnvoll ist

  • Einfachverglasung oder undichte Fenster
  • Ungedämmte oberste Geschoßdecke
  • Sehr hoher Verbrauch, über 200 kWh pro m² und Jahr

In diesen Fällen senkt eine überschaubare Maßnahme die Heizlast oft um ein Drittel. Die Wärmepumpe wird kleiner, günstiger und effizienter.

Wirtschaftlichkeit

Mit Förderung, CO2-Bepreisung von Gas und einem Wärmepumpentarif rechnet sich der Tausch im Altbau in vielen Fällen über die Lebensdauer. Wir rechnen es Ihnen konkret vor, mit Ihrem Verbrauch, nicht mit Durchschnittswerten.

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